Der Alltag zwinkt uns in die Knie – aus diesen Gründen solltest Du Dich mehr bewegen!

Wir Menschen sind keine Sitztiere sondern immer noch Jäger und Sammler. Tagein tagaus fristen wir ein Sitzarbeiternomaden-Dasein.

Bei den meisten von uns beginnt der Arbeitsalltag damit an, dass wir uns morgens an den Frühstückstisch setzen. Übrigens sind geregelte Mahlzeiten gut gegen Übergewicht. Nicht ohne Grund heißt es: iss morgens wie ein König, mittags wie ein Kaiser und abends wie ein Bettler. Wir brauchen Zeit und Ruhe für unsere Nahrungsaufnahme.

Warum unsere Bewegung im Alltag oft viel zu kurz kommt!

Danach steigen wir ins Auto oder in den öffentlichen Nahverkehr. Jeder zweite Berufstätige fährt mit dem eigenen PKW zur Arbeit. Im Durchschnitt verbringen wir täglich 52 Minuten sitzend im Auto. Nur 16 % der deutschen Arbeitnehmer nutzen den ÖPNV. Am Parkplatz oder an der Haltestelle angekommen gehen wir nur noch ein paar Schritte bis wir am Arbeitsplatz ankommen.

In der Regel sitzen kaufmännische Mitarbeiter 8 Stunden ohne Bewegung. 53 % der Erwerbstätigen üben eine sitzende Tätigkeit aus. Die meisten von uns sitzen 80.000 Arbeitsstunden in einem Büro- oder Konferenzstuhl. Nach dem Job fahren wir nach Hause und dann? Manchmal machen wir unsere Hausarbeiten oder managen unsere Familien. Sport? Nee! Chillen – gute Idee! Und so verbringen wir 8 Jahre unseres Lebens vor dem Fernsehen – TV Junkies ggf. 10 Jahre und dabei sind Smartphone und Tablets nicht eingerechnet.

Und dieser Tagesablauf wiederholt sich 220 Tage im Jahr. Willkommen im Sitzhamsterrad!

Wie kannst Du aus diesem Teufelskreis ausbrechen?

Ein guter Anfang wäre an schönen Tagen mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Jetzt kommen die ersten Ausreden: Ich trage einen Anzug, ich fange an zu schwitzen und und und…

Ich habe einen befreundeten Rechtsanwalt, der jeden Tag 19 km mit dem Fahrrad nach hannover in die Stadt rein und nach Feierabend zurück fährt. Er sagt selbst, dass er es jeden Tag genießt. Warum? Auf dem Hinweg kann er sich mental auf den Arbeitstag vorbereiten und hat sein erstes Workout hinter sich. Auf dem Rückweg kann er den Tag noch einmal Revue passieren lassen und sich auf den Feierabend einstellen. Er hat immer Wechselklamotten im Büro und damit ist das Schwitzen auch kein Thema mehr.

Mach jetzt den Anfang und bewege Dich!

Ich selbst lege täglich 10 bis 15 Kilometer zu Fuß oder mit dem Fahrrad und auch mal mehr zurück.

Ein weiterer Anfang ist auch auf den Lift oder Fahrstuhl zu verzichten und soviel wie möglich Treppe zu laufen. Nimmt man dabei nur jede zweite Treppenstufe dehnt das gleichzeitig die Bänder und beugt einer Verkürzung vor. Zusätzlich werden die untere Beinmuskulatur und der untere Rücken gestärkt.

Nächste Möglichkeit: einfach mal 2 oder 3 Stationen früher auszusteigen und den Rest zu Fuß zu gehen. Ideal sind 10.000 Schritte pro Tag. Wie viele Schritte legst Du am Tag zurück? Finde es heraus mit der tollen und sparsamen App Stepz für IOS oder Noom Walk für Android. Die Ergebnisse werden Dich am Anfang überraschen.

Triathlon evolution

Diese Uebungen lassen sich einfach in Deinen Arbeitsalltag einbauen

Ich verbringe viele Stunden am Schreibtisch mit E-Mails und Telefonaten. Dabei versuche ich mich so viel wie möglich zu bewegen. Während des Telefonats sitze ich nicht auf meinem Bürostuhl sondern laufe auf und ab. Oder ich rolle mein Füße nach von vorne nach hinten ab. Zwischendurch kannst Du auch im Stehen Deine Schultern kreisen lassen. Warte nicht bis zum Feierabend damit, weil dann sind Deine Muskeln total verkrampft. Zwischendurch kannst Du auch Deine Finger, Unter- und Oberarme ausschütteln.

Unsere modernen Büroarbeitsmittel wie Tastatur oder Maus verursachen in den meisten Fällen einen Golf-, Tennis oder Mausarm. Dies kann langfristig zu Verkürzungen der Bänder führen und sehr unangenehm sein.

Wie Du einen Mausarm verhinderst.

Stütze Dich mit den Handrücken auf dem Schreibtisch ab und drücke gleichzeitig die Fingerkuppen auf den Schreibtisch.

Lege die Handinnenfläche auf den Schreibtisch, dabei zeigen die Fingerkuppen zum Körper. Nun drückst Du die Fingerkuppen auf den Tisch.

Ständiges Sitzen verkürzt Deine Hüftmuskulatur und belastet Deine Lendenwirbelsäule. Versuche den Hüftbeuger in die Länge zu bringen. Knie dazu auf den Boden und stelle die Zehenspitzen auf und drück das Becken nach oben und stütze Dich mit beiden Armen nach hinten ab.

Oder stelle Dich mit einem Bein vor Deinen Schreibtisch und lege das andere Bein wie beim Schneidersitz auf den Schreibtisch. Dann beugst Du Deinen Oberkörper nach vorne. Bei dieser leichten Übung wird Dein Hüft- und Pomuskel gedehnt.

Für alle Übungen gilt: bewusst ein- und ausatmen. So bringst Du die Muskeln in die Länge. Keine Deiner Übungen darf dabei schmerzhaft sein.

Gestalte Deinen Büroarbeitsplatz zum Bewegungsarbeitsplatz! Versuche nur ein paar mal 5 Minuten mit einigen Dehnübungen einzubauen. Am besten ist, wenn Dein Arbeitgeber Dir einen höhenverstellbaren Schreibtisch zur Verfügung stellt. Somit kannst Du im Sitzen und im Stehen arbeiten.

Alle anderen sollten versuchen für den Anfang einmal in der Woche ein Workout am Abend von 20 – 60 Minuten einzubauen.

Fazit

Versuche einmal eine ganze Woche Dein Bewegungsverhalten zu messen oder zu notieren und stelle danach einen Plan auf was Du verändern willst. Solltest Du dabei professionelle Hilfe benötigen, dann will ich Dir bei Deinem Ziel gerne helfen.

Nimm doch einfach Kontakt zu mir auf 🙂

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